Was ist falsch?

 Jedes Jahr werden 1 Milliarde Geflügel und 37 Millionen lebende Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferdeinnerhalb der EU und nach Drittstaaten transportiert..

Diese Langzeittransporte können mehrere Tage dauern. Die Tiere werden großem Stress, Dehydrierung, Verletzungen, Krankheiten und dem Tod ausgesetzt. Viele der transportierten Tiere sind durch die jahrelange Haltung geschwächt, mitgenommen und/oder tragen Knochenbrüche davon. Insbesondere junge Kälber leiden auf den langen Transportwegen. Sie werden nicht gesäugt und müssen stunden- bzw. tagelang in den überladenen Transportern ohne Futter und Ruhepausen stehen. Alle diese Tiere sind den gleichen Torturen ausgesetzt.

Tiere, die noch über europäische Grenzen hinweg transportiert werden, erfahren besonderes Leid. Diese Tiertransporte fahren pausenlos hunderte von Stunden. Während der Fahrt und am Ankunftsort sind die Tiere dann brutaler Behandlung ausgesetzt.

Eyes on Animals und TSB/AWF untersuchten im Zeitraum zwischen 2010 und 2015 die Zustände von Tiertransporten an der bulgarischen Grenze. Die Organisation fand bei ihren Inspektionen heraus, dass circa 70% der von Bulgarien in Nicht-EU-Länder reisenden Transporte gegen die EU-Tiertransportverordnung verstößt.  Die Teams fanden verhungernde Tiere vor, die ohne jegliche Wasserversorgung 24 Stunden in der prallen Sonne geparkt wurden. Einige Tiere (insbesondere Schafe) warteten fünf Tage lang auf die Weiterfahrt und standen auf den Kadavern der neben ihnen verendeten bzw. totgetretenen Lämmer.

Besonders lebendverschiffte Tiere sind großem Leid ausgesetzt. Die Frachter sind sehr alt und nicht für Tiertransporte ausgelegt. Da keine Veterinäre mitfahren, werden viele Tiere im Zielland tot, verletzt oder krank aufgefunden. Hierbei handelt es sich um keine Einzelfälle, sondern um eine systematische und alltägliche Praxis. Die Teams von Eyes on Animals und TSB/AWF wurden regelmäßig mit diesen schockierenden Bildern konfrontiert.

Aus diesem Grund fordern wir den Transport von lebenden Tieren einzustellen und stattdessen vermehrt Fleisch zu transportieren. Alle übrigen Transporte von lebenden Tieren müssen auf acht Stunden für Säugetiere und vier Stunden für Geflügel reduziert werden.

Tiertransporte müssen besser reguliert werden und sollten langfristig beendet werden.

Lass deine Stimme zählen. Lass uns Langstreckentransporte von lebenden Tieren beenden!

 

POLITISCHE SITUATION

Die Regierungen aus Deutschland, der Niederlande und Dänemark haben die Europäische Kommission dazu aufgefordert das EU Tiertransportgesetz (Verordnung (EG) Nr. 1/2005) zu überarbeiten. Schweden hat sich angeschlossen und will ebenfalls eine Überarbeitung verwirklichen.

Ein neuer Gesetzesentwurf würde nicht nur eine bessere Umsetzung ermöglichen, sondern könnte auch die jetzigen Vorschriften im Sinne der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Tiergesundheit und Tierwohl verbessern. Es würden tierspezifische zulässige Fahrtzeiten, genauere und strengere Voraussetzungen für die Qualität der Transporte und bessere Ausbildungen für Fahrer und Betreuer ermöglicht werden.

Diese Kampagne fordert die Regierungen der restlichen EU Mitgliedsstaaten auf, die Initiative von Deutschland, der Niederlande , Dänemark und Schweden zu unterstützen.

SITUATION IM LEBENSMITTELEINZELHANDEL

Einige Supermärkte und Lebensmitteleinzelhändler treiben Veränderungen und Verbesserungen in der Lebensmittelkette voran: Einige Programme fördern Regionalität. Es liegt nun an den Konsumenten, solche Verbesserungen zu belohnen und sich beim Einkauf für Fleisch von Tieren zu entscheiden, die im selben Land geboren, gehalten und geschlachtet wurden.

Zum Beispiel garantiert eine „Ursprung Belgien“ Kennzeichnung, dass das Fleisch von einem Tier stammt, welches nicht zu Mast- oder Schlachtzwecken aus einem anderen Land transportiert wurde. Lies HIER mehr über die Ursprungslandkennzeichnung .

Manche Mitgliedsorganisationen der Eurogroup for Animals haben eigene Labels die Tierwohl fördern entwickelt. Ein paar davon sind Beter Leven in der Niederlande, Tierschutz-Kontrolliert in Deutschland, Anbefalet af Dyrenes Beskyttelse in Dänemark, RSPCA Assured in GB, Für Mehr Tierschutz in Deutschland.

STAND DER KAMPAGNE

Als ein Ergebnis der „Stop the Trucks“-Kampagne haben sechs europäische Mitgliedsländer (Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Schweden, Österreich und Belgien) die Forderung unterstützt, die Europäische Tiertransportverordnung zu überarbeiten. Das Ziel ist es artgerechte Transportzeiten und genauere Regeln zum Schutz des Wohlergehens der Tiere festzulegen. Diese Kampagne ist bestrebt mit Ihrer Hilfe andere EU-Mitgliedsländer davon zu überzeugen, die Verordnung zu überarbeiten. 700.000 EU-Bürger haben die Petition bereits unterzeichnet. Nun brauchen wir Ihre Unterstützung, um das Tierleid zu beenden und die Transporte zu stoppen [STOPTHETRUCKS]. Bitte senden Sie diesen Brief HIER an Ihr Ministerium.

Help Eurogroup for Animals and its members across Europe to Stop The Trucks

— Eurogroup for Animals Team —

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Investigation

Members active on this campaign

RSPCADyrenes BeskyttelseVier PfotenGAIADieren Bescherming
AndaAnimal ActionAnimal Welfare FoundationDjurens RattThe Dondey SanctuaryDetuscher Tierschutz BundFondation Brigitte BardotOtwarte KlatkiL214LAVSEYTierschutzbund ZürichWelfarmWorld Horse WelfareCompassion in World FarmingSloboda ZvieratDzīvnieku DraugsAnimal InternationalAnimal Friends CroatiaLietuvosFAADAANIMALIA

Special thanks to Eyes on Animals for their help in our campaign.

If you want to learn more about Eurogroup for Animals and its members click here.

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